Kapitalanlage in Gold

Wertbeständige Kapitalanlage in Gold

Schon immer hat Gold als eines der begehrtesten Edelmetalle die Menschen in seinen Bann gezogen. Wurde es schon vor Jahrtausenden wegen seines Glanzes, seiner Seltenheit, der sehr guten Bearbeitungsfähigkeit und seiner Beständigkeit von den Menschen zu rituellen Gegenständen aller Art oder zu Schmuck verarbeitet, dient es seit mehr als 2.500 Jahren auch als Zahlungsmittel in Form von Goldmünzen.
Große Goldfunde lockten immer wieder Scharen von Abenteuerern an und die Gier der Menschen nach Gold führte zu Streitereien, Kriegen, Plünderungen und Eroberungsfeldzügen.

Heute wird etwa 85 % der Goldproktion zu Schmuck verarbeitet und etwa 12 % findet Verwendung in verschiedenen Zweigen der Industrie.
Obwohl die Währungen der großen Staaten heute nicht mehr durch Gold gedeckt sind, dient Gold in Form von Goldmünzen oder Goldbarren als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken der Welt als Währungsreserve eingelagert.

Goldchart Zwar bringt Gold keine laufende Verzinsung und auch keinen stetigen Ertrag, aber insbesondere in Krisenzeiten kann Gold seine Stärke als stabile Wertanlage ausspielen, was sich in unsicheren Zeiten meist in deutlichen Wertsteigerungen ausdrückt, und was man während der Bankenkrise in 2008 und der Währungskrise in Europa 2011 sehr schön verfolgen kann.
Als die britischen Währungshüter im Jahr 2000 einen Teil ihrer Goldreserven verkauften, drückte dies den Goldpreis auf etwa 250 US $ pro Feinunze (31,1 Gramm), im August 2011 musste aber schon mehr als 1.800 US $ für die Feinunze bezahlt werden.

Wie kann der Privatanleger in Gold investieren?

Experten empfehlen, etwa 10% des verfügbaren Kapitals an Edelmetallen anzulegen.
Wer sein Geld in Gold anlegen will, kann sich Barren oder Münzen kaufen und diese entweder in seinem heimischen Tresor oder in einem Banksafe verwahren.
Leider haben sich viele Banken vom klassischen Edelmetallhandel zurückgezogen, sodass der direkte Erwerb nicht immer ganz einfach ist. Eine Möglichkeit der Investition in das Edelmetall besteht darin, per Einmalanlage ab 5.000 Euro, oder sogar als Sparplan ab 50 Euro monatlich in Gold oder Silber zu Großhandelspreisen zu investieren, wobei man auch jederzeit eine physische Auslieferung auch in Teilbeträgen verlangen kann. Bei dieser Anlageform sind sämtliche Wertzuwächse nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei und es fällt in diesem Fall auch keine Abgeltungssteuer an.

Neuerdings gibt es sogar Gold to Go aus speziellen Automaten, die bereits in mehreren Städten in Deutschland aufgestellt sind.

Oft werden Münzen, Barren und in vielen Fällen Goldschmuck im Ausland und ganz besonders in Urlaubshochburgen deutlich günstiger angeboten, als dies in Deutschland und bei renommierten Banken oder Händlern möglich ist. Doch Vorsicht! Ein Laie kann Echtheit und Qualität eigentlich nicht selbst prüfen und sehr leicht kann man Opfer eines Betrugs werden.

Wem es nicht so wichtig ist, sein Gold auch physisch zu besitzen, dem bieten sich für eine Anlage in Gold auch Alternativen.

Eine Möglichkeit ist die Anlage in Goldminenaktien oder Investmentfonds, die in solche Aktien investieren. Die Kursentwicklung solcher Aktien und Fonds orientiert sich aber nicht allein am Goldpreis an den Märkten. Faktoren wie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der betroffenen Unternehmen und die allgemeine Lage an den Kapital- und Aktienmärkten spielen eine wesentliche Rolle, sodass die Wertentwicklung von Goldpreis und Goldminenaktien völlig konträr sein kann.

Eine weitere Möglichkeit der Anlage in Gold ist der Kauf von börsengehandelten Indexprodukten wie Exchange Traded Commodities, kurz ETCs oder Indexzertifikaten, die den Goldpreis eins zu eins abbilden. Die Zertifikate sind zwar im Gegensatz zu Indexfonds auf Anleihen oder Aktien keine Sondervermögen, die im Falle einer Insolvenz des Emittenten geschützt sind, Gold-ETCs umgehen diesen Makel jedoch meist, indem sie das Edelmetall physisch hinterlegen.

Ganz wichtig zu beachten ist auch, dass Gold an den Märkten in US $ notiert wird und Anleger im Euroraum somit auch noch das Währungsverhältnis Euro/Dollar berücksichtigen müssen.
Wer dieses Wechselkursrisiko vermeiden möchte, entscheidet sich für ein so genanntes Quanto-Zertifikat, mit dem das Währungsrisiko abgesichert ist.

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