Investmentfonds

Sparen beim Kauf von Investmentfonds

Längst hat es sich herumgesprochen, dass die Anlage in Aktien über einen längeren Zeitraum deutlich höhere Renditen bringt, als viele andere Anlageformen, auch wenn zwischenzeitlich hohe Kursschwankungen möglich sind.
Wo große Chancen bestehen, gibt es in aller Regel auch Risiken. Solche Risiken zu minimieren, sollte das Ziel einer erfolgreichen Kapitalanlage sein.

Hat man beispielsweise nur eine oder wenige Aktien in seinem Depot, ist die Gefahr eines Verlustes durch die schlechte Entwicklung einer Aktie natürlich wesentlich höher, als wenn man viele unterschiedliche Aktienpositionen hält. Will man aber sein Anlagerisiko durch den Kauf vieler Aktien streuen, braucht man entsprechend viel Kapital, da der Kauf nur weniger Aktien einer Gattung, schon aus Kostengründen keinen Sinn macht.

In einer solchen Situation spielen Fonds ihre große Stärke aus.
Investmentfonds sind von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltete Sondervermögen, die durch ihre Kapitalkraft in viele Aktien oder Rentenpapiere investieren können und dadurch eine breite Risikostreuung darstellen können.
Selbstverständlich trägt der Anleger das Marktrisiko und eventuelle Währungsrisiken für die im Fonds verwalteten Wertpapiere. Eine untergeordnete Rolle hingegen spielt für ihn das Emmittentenrisiko, da durch die Rechtsgestaltung als Sondervermögen, die sich im Fonds befindlichen Wertpapiere selbst bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Kapitalanlagegesellschaft ihren jeweiligen Marktwert behalten.

Ganz besonders eignen sich Investmentfonds für regelmäßiges, langfristiges Sparen, zum Beispiel für die Altersvorsorge. Zahlt man monatlich einen gleichbleibenden Betrag in einen Fondssparplan ein, erhält man für seine Einzahlung in Zeiten hoher Kurse weniger Investmentanteile, in Zeiten niedriger Kurse hingegen mehr Anteile, sodaß sich im Lauf der Zeit ein günstiger durchschnittlicher Einstandskurs (Cost-Everage-Effekt) ergibt.
Wichtig ist es, mit einem Fondssparplan möglichst früh anzufangen, damit sich die positive Wirkung dieses Cost-Everage-Effektes und der Zinseszins-Effekte möglichst langfristig entfalten kann.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Anlage in Investmentfonds sind die Kosten.
Die meisten Investmentfonds werden professionell gemanagt. Dieses Management kann natürlich nicht kostenlos sein. Dafür wird eine so genannte Verwaltungsgebühr berechnet, die je nach Anlagepolitik und dem damit verbundenen Aufwand für Research und Management zum Beispiel bei Aktienfonds zwischen 0,5 % und 2 % (in Einzelfällen auch höher) pro Jahr liegen kann. Bei Rentenfonds oder auch bei passiv an einem Index ausgerichteten Fonds ist die Gebühr in der Regel etwas niedriger.
Der größte Kostenfaktor ist aber der so genannte Ausgabeaufschlag, der sich bei Rentenfonds zwischen 2 % und 3 %, und bei Aktienfonds zwischen 4 % und 6 % der Anlagesumme bewegen kann. Dieser Ausgabeaufschlag geht in den meisten Fällen komplett an den Vermittler und kann deshalb bei einem Direkterwerb der Fonds bei einem Fondsvermittler übers Internet zum größten Teil oder auch ganz eingespart werden. Ein Nachteil bei dieser Art des Fondskaufs ist die fehlende Beratung.

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